Habt ihr nicht auch im Englischunterricht gelernt, dass die korrekte Aussprache des letzten Buchstaben des Alphabets „Zed“ lautet? Habe ich das so nicht auch in Kanada gehört und in England?
Wie die Amis aber nun mal so sind, brauchen sie natürlich wieder 'ne Extrawurst. Es heißt hier also „Zee“ und spricht sich fast genauso aus wie der Buchstabe C („Cee“). Während „Zee“ eher nach Brumsebiene klingt erinnert das C doch eher an die fiese Schlange.
Wie ihr euch vorstellen könnt ist das besonders toll wenn man einen Nachnamen hat der auf CZ endet. Anfangs buchstabierte ich schön wie ich es gelernt hatte: „Cee. Zed.“ Erfolg hatte ich damit nie. Fragende Blicke oder Stille am anderen Ende der Leitung.
Als ich dann versuchte zu erklären dass ich den letzten Buchstaben im Alphabet meine, den Zebra-Buchstaben, starrten mich viele noch entgeisterter an oder legten einfach auf.
Dann muss ich mich eben anpassen, war mein nächster Gedanke. Gesagt, getan! Beim nächsten Versuch probierte ich es gleich mit der korrekten amerikanischen Aussprache „Cee. Zee.“
Erfolg hatte ich damit genauso wenig. Das „Zee“ wurde nämlich einfach überhört. Welcher Name endet denn schon auf CC?
„Da fehlt ein Z.“
„Noch ein C?“
„Neeein, ein Z! Wie Zebra oder Zulu!“
„Hä?“
Ich habe nun angefangen meinen Nachnamen nur noch im NATO-Alphabet zu buchstabieren. Das dauert ziemlich lange und klingt ziemlich lustig. Aber 60% der Leute verstehen es sogar und schreiben meinen Namen dank dieser Hilfe richtig. Mit den restlichen 40% unterhalte ich mich weiter über Zebras.
P.S. Ich habe übrigens voller Angst im Internet recherchiert, ob in Kanada vielleicht doch auch „Zee“ gesagt wird. Aber ich habe Glück! Die regen sich genauso darüber auf. Einer meinte sogar, dass er es bei Telefongesprächen mit Amerikanern immer absichtlich „falsch“ ausspricht – in der Hoffnung, dass sie irgendwann lernen, dass man auch „Zed“ sagen kann. Ich werde ihm dabei vielleicht ein wenig helfen…
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