So. Wieder da aus den USA. Doch BBBB bleibt euch erhalten. Denn auch die Heimat bietet spannende, lustige und peinliche Geschichten.



Dienstag, 6. August 2013

Heimkehr

Hatte ich erwähnt, dass Bus fahren in Dublin gar nicht so easy ist? Generell finde ich Bus fahren in fremden Städten ein wenig gruselig, aber Dublin übertrifft alles!
Die Bushaltestellen sind lediglich eine Stange mit einem Schild auf welchem die Bushaltestellennummer steht. Wer möchte kann für 50 Cent eine SMS verschicken und bekommt dann die nächsten 4 Busse mitgeteilt, die eventuell dort vorbeifahren. 
Wann, wie und ob ein Bus kommt ist nämlich immer sehr fraglich. Hinzu kommt, dass man dem Busfahrer schon wild winken muss sobald er am Horizont auftaucht - sonst rauscht er nämlich einfach an einem vorbei. Auch wenn man direkt an dem Pfosten steht und sichtlich wartet. 
Die beste (aber nicht sicherste) Methode ist es immer noch sich direkt auf die Straße zu stellen.

Einige Male wollte ich mit dem Bus fahren und fragte jedes Mal Einheimische ob sie wüssten wann der nächste Bus käme. Jedes Mal wollten sie von mir wissen wo ich hin wolle. Und jedes Mal(!) sagten sie mir, ich solle besser laufen. Das wäre schneller. Und manchmal waren das Strecken von 6km.
Da müssten die Iren ja eigentlich super fit sein, wenn sie sich soviel bewegen (müssen). 
Die meisten sehen das jedoch sehr gelassen. Die irische Mentalität wird sehr von dem Motto geleitet "Wenn ich da bin, bin ich da". Ob das zur verabredeten Zeit ist, oder doch ein bisschen später, oder viel später, das weiß nur Gott!

Einmal kommt man in Dublin nicht ums Busfahren drum rum. Außer man zahlt viel Geld für ein Taxi. Der Flughafen hat nämlich keine einzige Bahnanbindung. 
Dublin Airport.
Doch auf den Dublin Bus wollte ich mich dann doch nicht verlassen. Ich kaufte mir also eine Karte für den Aircoach - den speziellen Flughafenbus. Und aus Sorge ihn zu verpassen sprang ich auf die Straße und winkte wie verrückt, damit er mich auch wirklich mitnimmt. Als ich in den Bus einstieg schauten mich viele sehr amüsiert an. War vielleicht doch ein bisschen übertrieben die Aktion. 


Frankfurt Airport.
Die Hauptsache: Ich habe meinen Flieger nicht verpasst. Der hatte eh 'ne ganze Stunde Verspätung, wegen "technischer Defekte". Das Wissen warum es die Verspätung gab beruhigte die Masse der Wartenden nicht wirklich. Aber der Rückflug verlief trotz Turbulenzen angenehm, und auch dieses Mal blieben die Tüten aus den Vordersitzen unbenutzt.


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